DeepEyeTracking

Robustes Eye-Tracking mit tiefen neuronalen Netzen in Fahrzeugen

Mann in einem Autocockpit, daneben ist ein Computerabbild eines Gesichtes eingeblendet.
Blickrichtungserkennung aus Kopfposition, Kopforientierung und Augenausschnitten.© Asaphus Vision, © Getty Images, Geber86

Motivation

Die sichere Übergabe der Kontrolle zwischen Fahrzeug und Fahrer ist eine wichtige Voraussetzung für das automatisierte Fahren. Ob der Fahrer zur Übernahme der Kontrolle in der Lage ist, kann mit Hilfe von Blickrichtungserkennungen (Eye-Tracking) beurteilt werden. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass solche Systeme robust gegenüber schnell wechselnden Lichtverhältnissen und Brillen sind. 

Ziele und Vorgehen

Im Projekt „DeepEyeTracking“ soll ein neuartiges System zur Bestimmung der Blickrichtung von Autofahrern entwickelt werden.  Im Gegensatz zu herkömmlichen Ansätzen, bei denen die Blickrichtung aus Lichtreflexionen an der Pupille, Retina und Cornea mittels eines dreidimensionalen physiologischen Modells des Auges bestimmt wird, werden im Projekt tiefe neuronale Netze zum Einsatz kommen, welche die Blickrichtung aus Kamerabildern der Kopfposition, Kopforientierung und der Augenausschnitte bestimmen. Dieser innovative Ansatz hat grundlegende Vorteile, da er deutlich weniger störanfällig gegenüber hellem Tageslicht oder Reflexionen beispielsweise durch Brillengläser ist. Das neue System wird gemeinsam mit Automobilzulieferern in der Praxis getestet und die Funktionalität evaluiert.

Innovationen und Perspektiven

Das geplante System zur Blickrichtungserkennung leistet einen wichtigen Beitrag zur Etablierung von sicheren Verfahren beim automatisierten Fahren. Neben dieser primären Verwendung lassen sich verbesserte Eye-Tracking Systeme auch in vielen anderen Bereichen, beispielsweise in der Unterhaltungselektronik einsetzen.