TERRAIN

Selbstständige Mobilität sehgeschädigter Menschen im urbanen Raum durch audio-taktile Navigation

Motivation

Mobilität ist ein entscheidender Faktor in unserem Alltag. Deshalb sollen neue, fortgeschrittene Systeme der Mensch-Technik-Interaktion entwickelt werden, die zu mehr Sicherheit, Komfort und Zuverlässigkeit in diesem Bereich beitragen.

Ein Passant läuft auf einem Gehweg. Ein möglicher Weg ist farblich dargestellt, Eingänge sind beschriftet.
Orientierung durch Technik für Blinde und Sehbehinderte ©Karlsruher Institut für Technologie – Studienzentrum für Sehgeschädigte

In urbanen, verkehrsreichen Umgebungen ist es für Blinde und sehbehinderte Menschen oft schwierig, sich zurecht zu finden. Mangelnde Ortskenntnis und Wahrnehmungsdefizite bringen Angst vor Orientierungslosigkeit, Unfällen oder Zusammenstößen mit sich.

Ziele und Vorgehen

Ziel von TERRAIN ist die Entwicklung eines tragbaren Assistenzsystems zur Unterstützung der Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen im innerstädtischen Umfeld. Das System kombiniert eine auf digitalen Kartendaten basierende Navigation mit kamerabasierten Bildverarbeitungsverfahren. Somit werden Wege, Hindernisse, Ampeln, Straßenübergänge sowie Gebäude und andere Objekte besser erkannt. Zudem wird eine barrierefreie, akustische und haptische Benutzerschnittstelle entwickelt, die sich an die Bedürfnisse und Vorlieben der Benutzerinnen und Benutzer individuell anpassen lässt. Eine neuartige mobile,  drahtlos angebundene Braillezeile wird ebenfalls integriert.

 

Innovationen und Perspektiven

Mit TERRAIN werden entscheidende Hürden bei der Fortbewegung und Navigation beseitigt, und das Vertrauen von sehbehinderten und blinden Menschen in die eigenen Bewegungs- und Mobilitätsfähigkeiten wird gestärkt. Alltagswege können selbstständig zurückgelegt werden; der Bewegungsradius wird erhöht und Teilhabe am sozialen Leben verbessert.