AMoRSA

Adaptive und hochmotivierende Rehabilitationsplattform für Schlaganfallpatienten mit Armlähmungen

Ein Man mit verschiedenen Sensoren, der auf einem Bildschirm schaut.
Gehirn-Muskel-gesteuerte Rehabilitationsumgebung für chronisch gelähmte Schlaganfallpatienten © Andreas Ray, Inst. f. Med. Psych., Univ. Tübingen

Motivation

In Deutschland leben hunderttausende Menschen nach einem Schlaganfall mit einer chronischen Lähmung. Eine effiziente und alltagstaugliche Strategie für systematische Rehabilitationsmaßnahmen kann den Patientinnen und Patienten helfen, ihre Bewegungsfähigkeit zurückzuerlangen und wichtige Alltagshandlungen wie Essen, Trinken oder Ankleiden ohne fremde Hilfe auszuführen.

Ziele und Vorgehen

Ziel des Vorhabens ist es, Schlaganfallpatienten mit vollständigen Armlähmungen die Rehabilitati-on ihrer Bewegungsfähigkeit zu ermöglichen. Dafür wird ein Trainingssystem geschaffen, dessen zentrales Element eine Gehirn-Muskel-Maschine-Schnittstelle ist. Diese steuert ein Exoskelett, welches mit dem gelähmten Arm verbunden ist. Das durch die Aktorik erzeugte Bewegungsfeedback reaktiviert gestörte Verbindungen zwischen Gehirn und Muskeln. Außerdem ist das Rehabilitationssystem in ein digitales Gesundheitsspiel eingebettet, das den Patientinnen und Patienten Gesundheitsinformationen und Trainingsfortschritte intuitiv vermittelt und sie kontinuierlich motiviert. Der Rehabilitationserfolg wird damit für die Patienten unmittelbar erfahrbar.

Innovationen und Perspektiven

Durch die Kombination eines orthetischen Robotiksystems mit einer direkten Feedbackfunktion wird im Projekt ein neuartiges Trainingssystem für die Neurorehabilitation entwickelt. Für chronisch gelähmte Schlaganfallpatienten wird mit dieser Rehabilitationsumgebung wieder der Weg zu einer uneingeschränkten Teilnahme am Leben ermöglicht.