EMOIO

Anpassung von Assistenzsystemen an die individuellen Bedürfnisse der Nutzerin/des Nutzers mittels einer Computer-Gehirn-Schnittstelle zur Emotionserkennung

Gehirn-Computer-Schnittstelle zur Emotionserkennung © Fraunhofer IAO

Motivation

Heutige Assistenzsysteme agieren immer selbständiger, in der Regel ohne Möglichkeit für Nutzerinnen und Nutzer zu einer direkten Rückmeldung. In der Folge kann es zu einem Gefühl von Kontrollverlust und im Extremfall zur Ablehnung solcher Systeme kommen.

Ziele und Vorgehen

Das Vorhaben hat sich das Ziel gesetzt, die subjektiv empfundene Angemessenheit eines adaptiven Systemverhaltens zu erkennen, um daraufhin die Assistenzfunktionen optimal an die individuellen Bedürfnisse und Präferenzen der Nutzerinnen und Nutzer anzupassen. Im Zentrum der Entwicklung steht die Identifikation emotional-affektiver Reaktionen über eine auf dem Kopf getragene Messeinheit und die echtzeitfähige Klassifikation der Messergebnisse. Positive Affektreaktionen von Nutzerinnen und Nutzern führen zu einer Verstärkung des Systemverhaltens. Bei negativen Reaktionen wird das Verhalten modifiziert, ohne eine direkte Rückmeldung abzuverlangen und dadurch den Interaktionsprozess zu stören. In diesem Rahmen finden auch forschungsethische Fragen zum Missbrauch und zur Kontrollierbarkeit von Technik ebenso wie datenschutzrechtliche Aspekte Beachtung.

Innovationen und Perspektiven

Die Emotionserkennung kann Nutzungsbarrieren abbauen und moderne Informations- und Kommunikationsangebote ermöglichen, die von Nutzerinnen und Nutzern akzeptiert werden und beispielsweise Teilhabe, Alltagskompetenz oder auch individuelle Mobilität unterstützen könnten.

Abschlussberichte der Projektpartner