MobILe

Physische Mensch-Roboter-Interaktion für ein selbstbestimmtes Leben

Frau im Rollstuhl, ein Roboterarm, der ihr Wasser reicht.
Unterstützungsroboter leisten Alltagshilfe© KAI KAPITÄN Facts & Fotos Digital Productions

Motivation

Personen mit multiplen körperlichen Einschränkungen, z. B. hochgradig Querschnittgelähmte, benötigen im Alltagsleben und bei der Nahrungsaufnahme Hilfestellung. Unterstützungsroboter, die über interaktive Grundfertigkeiten (z. B.  Handreichungen und Absprachen mit Menschen) verfügen, können hier ganz neue Möglichkeiten bieten.

Ziele und Vorgehen

Ziel im Projekt MobILe ist die Erforschung und Realisierung von Grundfertigkeiten mit und ohne direkten Körperkontakt zwischen Roboter und Mensch. Für die Robotersteuerung im dreidimensionalen Raum nutzt der Mensch Kopf- und Augenbewegungen, die über ein Headset mit Bewegungssensoren oder eine Brille mit Eyetracker und Elektrookulographie erfasst werden. Zur Interaktion des Roboters mit dem Menschen wird u. a. Augmented Reality (z. B. in Form visueller Darstellungen beabsichtigter Handlungen des Roboters) eingesetzt. Das nutzerzentrierte Interaktionsdesign minimiert Aufmerksamkeitsverluste. Ein Sicherheitssystem mit Redundanzen gewährleistet Funktionssicherheit. Bei den Grundfertigkeiten mit Körperkontakt kommen neue Regelungsstrategien zum Einsatz, die sicherstellen, dass die Interaktion bis zur Erteilung eines eindeutigen Aufhebungsbefehls durchgeführt wird.

Innovationen und Perspektiven

Durch MobILe werden künftig auch Unterstützungsleistungen mit direktem Körperkontakt möglich. Die Forschungsergebnisse werden auf weitere robotische Grundfertigkeiten und auf die kooperative industrielle Robotik übertragen.