Ergebnissteckbrief KoFFI

Höhere Sicherheit durch eine vertrauenswürdige Fahrer-Fahrzeug-Kooperation

© Robert Bosch GmbH

Projekt

Hochautomatisierte Fahrzeuge sind komplexen Verkehrssituationen oft nicht gewachsen. Das intelligente Assistenzsystem KoFFI kann solche Situationen erkennen und durch eine vertrauenswürdige Fahrer-Fahrzeug-Kooperation lösen. Um diese zu optimieren, arbeiteten bei KoFFI von Beginn an Technik-, Ethik- und Rechtsexperten eng zusammen.

Motivation

Immer mehr Fahrzeuge werden zukünftig in der Lage sein, zumindest streckenweise hochautomatisiert am Straßenverkehr teilzunehmen. Allerdings bleibt der Mensch in den niedrigen Automatisierungsstufen trotzdem in der Verantwortung. Selbst bei den höheren muss er in der Lage sein, auf Anforderung die Kontrolle zügig wieder zu übernehmen. Gleichzeitig wird es ein Nebeneinander von konventionellen und automatisierten Fahrzeugen geben. Das wird in der Praxis zu vielen Verkehrssituationen führen, die weder die Automatisierung noch der Mensch alleine lösen können. An dieser Stelle setzt das Projekt KoFFI an. Durch die Kooperation zwischen Fahrzeug und Fahrer sollen solche Situationen rasch und sicher gemeistert werden. Gleichzeitig untersucht und bewertet das Projekt ethisch-rechtliche Aspekte, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

Technische Innovationen

In einem nutzerzentrierten Forschungs-und Entwicklungsprozess wurde ein Softwareframework mit einer multimodalen Bedienoberfläche entwickelt. Das innovative Sprachdialogsystem kann anhand des Sprachstils sogar Dringlichkeiten erkennen. Es wurden sowohl Situationen untersucht, bei denen der Mensch als auch die Automatisierung überfordert sind, die aber gemeinschaftlich gelöst werden können. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Schutzengelfunktion. Deren Auslegung (wann soll der Schutzengel eingreifen?) wurde mit Testpersonen in einem spielerischen Ansatz optimiert. Projektbegleitend wurden verschiedene Gutachten zu rechtlichen Themen erstellt. Außerdem wurde ein ethisches Monitoring durchgeführt und ethische Empfehlungen und Leitlinien zum automatisierten Fahren herausgearbeitet.

Ausblick

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung kooperativer Fahrer-Fahrzeug Interaktionen. Spätere Generationen von KoFFI-ähnlichen Systemen sollten in der Lage sein, selbstständig neue Verkehrssituationen zu erkennen und eigene Handlungsweisen dafür vorzuschlagen.